historie 2
Im jahre des herrn 1096 begann der erste kreuzzug. Er schloss sich den truppen an und zog ins heilige land…
Auszug aus der berühtem Rede des Papstes Urban II auf dem Konzil in Clermont im Jahre 1095 (der als Aufruf zum Kreuzzug gilt):
“…Denn Ihr müßt Euch sputen, um Euren im Osten lebenden Brüdern, die Eure Unterstützung brauchen, um die sie oft dringend nachsuchten, Hilfe zu bringen.
Denn die Türken, ein persisches Volk, haben sie angegriffen, wie viele von Euch bereits wissen, und sind bis zu jenem Teil des Mittelmeers, den man den Arm des heiligen Georg nennt, auf römisches Territorium vorgedrungen. Sie haben immer mehr Länder der Christen an sich gerissen, haben sie bereits siebenmal in ebensovielen Schlachten besiegt, viele getötet oder gefangengenommen, haben Kirchen zerstört und haben Gottes Königreich verwüstet. Wenn Ihr ihnen gestattet, noch viel länger weiterzumachen, werden sie Gottes gläubiges Volk auf weiter Flur unterwerfen…”
Die Kreuzzüge begannen also, nachdem die arabische Armee völkerrechtswidrig das christliche Jerusalem erobert hatte und der Kalif Alhakim die Grabeskirche zerstören ließ. Byzanz war selbst schwer bedroht und konnte die Pilgerpfade nicht mehr sichern. Daraufhin rief der Papst zum Kreuzzug auf, der natürlich auch darin eine Chance sah, Ost- und West-Rom wieder zu vereinen und die christlichen Heere ganz Europas zogen aus, um den bedrohten Christen zu Hilfe zu kommen. Natürlich nutzten viele die Möglichkeit aus ihrem derzeitigen Leben und Stand auszubrechen, da sie keiner aufhalten durfte, wenn sie das Kreuz nahmen.
Die Kreuzzüge waren primär eine verspätete militärische Verteidigungsreaktion der Katholischen Kirche sowohl auf die jahrhundertelangen mohammedanischen Eroberungsfeldzüge gegenüber Gebieten, die zuvor von Christen friedlich missioniert waren, als auch auf die konstanten und höchst brutalen Überfälle auf christliche Pilger im Heiligen Land. Um Letztere auf ihren Wallfahrten zu schützen und der unlegitimierten, gewaltsamen Besetzung der heiligsten christlichen Stätten in Jerusalem ein Ende zu setzen, rief Papst Urban im November des Jahres 1095 mit „Deus lo vult!“ – „Dieu le veut“ – "God willst it" - „Gott will es!“ zum ersten Kreuzzug der Geschichte auf. Der Hilferuf Kontantinopels, des schwächelnden Ostroms, welches wußte, dass es dem seldschukischen/sarazenischen Ansturm bald nicht mehr gewachsen war, lieferte den letzten Grund dafür. Der Papst sah darin auch eine Chance West- und Ostrom wieder zu vereinen.
Zuvor war es Anfang des 8. Jahrhunderts Karl Martell in Südfrankreich bereits gelungen, die islamischen Heerscharen, welche schon ganz Spanien eingenommen hatten, von der Eroberung Rest-Europas abzuhalten.
Im Laufe einer relativ kurzen Belagerung konnte das Kreuzfahrerheer ihre selbstgewählte Mission vollenden, obwohl laut Urban II. das Ziel nicht die Eroberung von Jerusalem, sondern der Schutz und die Befreiung der bedrohten Christenheit und der Pilgerwege im Orient war.
Am Tag vor der Eroberung pilgerten die Kreuzfahrer, unter den erstaunten Blicken der Belagerten auf den Mauern, einige Male barfuß um die Heilige Stadt herum.
In der Stadt gab es ein unglaubliches Gemetzel man watete knöcheltief im Blut, wobei nicht anders verfahren wurde als damals üblich, wenn die belagerte Stadt sich nicht ergab. Hinzu kamen noch die vorherigen Prokationen durch die Sarazenen, die Heiligenfiguren auf den Stadtmauern mit Urin „beträufelten” und schändeten.












