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Liedertexte

aufgrund der starken Nachfrage, werde ich ein paar historische und eigene Texte veröffentlichen

Palästinalied (1205)

  1. Álvêrst lébe ich mir werde,
    sît mîn sündic ouge siht
    daz here lant und ouch die erde,
    der man sô vil êren giht.
    ez ist geschehen, des ich ie bat:
    ích bin komen an die stat,
    dâ got menischlîchen trat.  
  2. Schoeniu lant, rîch unde hêre,
    swaz ich der noch hân gesehen,
    sô bist dûs ir aller êre.
    waz ist wunders hie geschehen!
    daz ein magt ein kint gebar,
    hêre über áller engel schar,
    wáz daz niht ein wunder gar?  
  3. Hie liez er sich reine toufen,
    daz der mensche reine sî.
    dô liez er sich hie verkoufen,
    daz wir eigen wurden frî.
    anders waeren wir verlorn.
    wól dir, spér, kriuze únde dorn!
    wê dir, heiden, dáz ist dir zorn!  
  4. Dô ér sich wolte über úns erbarmen,
    dô leit er den grimmen tôt,
    ér vil rîch über úns vil armen,
    daz wir komen ûz der nôt.
    daz in dô des niht verdrôz,
    dâst ein wunder alze grôz, aller wunder übergenôz.  
  5. Hinnen vuor der sun ze helle,
    vón dem grábe dâ ínne lac.
    des wás der vater ie geselle
    únd der geist, den nieman mac sunder scheiden,
    éz sî ein, sleht und ebener danne ein zein,
    als er Abrahâme erschein.  
  6. Dô ér den tuifel álsô geschande
    daz nie keiser baz gestreit,
    dô vuor ér her wíder ze lande.
    dô huob sich der juden leit:
    dáz er, hêrre, ir huote brach
    und dáz man ín sît lebendig sach,
    dén ir hant sluog unde stach.  
  7. Da nâch was er in dem e lande
    vierzic tage, dô vúor er dar,
    dannen in sîn vater sande.
    sînen geist, der uns bewar,
    dén sant ér hin wider ze hant.
    heilig ist daz selbe lant,
    sîn náme, der íst vor got erkant.    
  8. In daz lant hât er gesprochen
    einen angeslîchen tac,
    dâ der weise wirt gerochen
    und diu witwe klagen mac
    und der arme den gewalt,
    den man hât mit in gestalt.
    wol im dort, der hie vergalt!    
  9. Únserre lántréhter tihten fristet
    dâ niemannes klage,
    wan er wíl dâ zé stunt rihten.
    sô íst ez an dem lesten tage.
    und swer deheine schulde hie lât unverebent:
    wie der stât dórt,
    dâ er pfánt noch bürgen hât.    
  10. Ír lât iuch des niht verdriezen,
    daz ich noch gesprochen hân?
    sô wil ich die rede entsliezen kurzwîlen
    und iuch wizzen lân,
    swáz got wúnders hie noch lie,
    mit der werlte ie begie,
    daz huob sich dort und endet hie.    
  11. Kristen, juden und die heiden
    jehent, daz díz ir erbe sî.
    gót, müeze éz ze rehte scheiden
    durch die sîne namen drî.
    al diu werlt, diu strîtet her:
    wir sîn an der rehten ger.
    reht ist, daz er uns gewer!    
  12. Mê dann hundert tûsent wunder
    hie in disem lande sint,
    dâ von ich niht mê besunder
    kan gesagen als ein kint,
    wan ein teil von unser ê.
    swem des niht genúoge,
    der gê zúo den júden, die ságent im mê.    

als minnelied auch verwendet:

Vrowe min, durch iuwer güete
nu vernemet mine clage,
daz ir durch iuwer hochgemüete
nicht erzuernet, waz ich sage.
Vil lihte daz ein tumber man
misseredet, als er wol kann.
daran solt ir iuch nicht keren an .      

carmina burana 211:      
Alte clamat Epicurus: "venter satur est securus. venter deus meus erit. talem deum gula querit, cuius templum es coquina, in qua redolent divina."   Nu lebe ich mir alrest werde, sit min sundeg ovge sihet daz schone lant unde ovch div erde, der man uil der eren gihet. Nu ist geschehen, des ih da bat, ich pin chomen an die stat, da got mennischlichen trat.